Exkursion zur Berufsfeuerwehr nach Bad Cannstatt

Wir, die Klasse 8B, trafen uns am 10. Juli 2008 um gemeinsam nach Bad Cannstatt zur Berufsfeuerwehr zu gehen. Angekommen an der Feuerwache wurden wir freundlich von Herrn Obst begrüßt, der sich bereit erklärt hatte der Klasse seines Sohnes die Feuerwehr Bad Cannstatt zu zeigen. In dem Gebäude sahen wir zuerst das Löschschiff der Wache auf einem Bild und uns wurde erklärt, welche Aufgaben es hat. Danach durften wir in den großen Lehrsaal, in dem uns anhand einer anschaulichen, schön gestalteten Power Point Präsentation verschiedene Dinge rund um Feuerwehr und um Feuer erklärt wurden. Zuerst wurden wir nach den Aufgaben der Berufsfeuerwehr gefragt. Natürlich fielen Begriffe wie Brandbekämpfung, oder Katze vom Baum retten, doch die Feuerwehr rückt auch aus bei Arbeitsunfällen, auf dem Wasser oder wenn z.B. eine Person in ihrer Wohnung stirbt, und dann von Familienangehörigen vermisst wird. Danach besprachen wir was alles brennen kann (z.B. Holz, Fett, Öl, aber auch Metall). Als nächstes wurde uns das Verbrennungsdreieck erklärt. Das kannten wir auf Grund einer GFS in Chemie schon. Im Verbrennungsdreieck stehen Sauerstoff, Zündquelle und brennbarer Stoff. Diese drei Dinge müssen gewährleistet werden, damit es zu einem Brand kommt. Wenn die Feuerwehr einen Brand bekämpft, geht sie gezielt gegen einen dieser Stoffe vor, da so der Brand nicht mehr weiter brennen kann. Die Löschmöglichkeiten wie Schaum (erstickt das Feuer), Sand (für Metallbrände), CO2 Feuerlöscher oder Pulverlöscher waren uns durch die GFS auch schon bekannt. Dass Flammen, Hitze und Rauch bei einem Feuer entstehen wussten wir auch schon und so konnten wir gleich besprechen, wie ein Feuer entstehen kann. Danach wurde uns erklärt wie man sich im Brandfall verhalten muss: Schnell weglaufen. Auf gar keinen Fall verstecken, denn das Feuer findet einen IMMER. Immer Treppen benutzen, nie den Aufzug. Nicht selber löschen. Erwachsene zur Hilfe holen. Wenn man sich nicht aus dem Raum retten kann ans Fenster stehen und laut „Hilfe! Feuer!“ rufen. Ist die Wohnung sehr verraucht, auf dem Boden kriechen, denn Rauch ist aufgrund der Thermik nach oben aufsteigend. Und natürlich immer Die Feuerwehr rufen. Doch wie ruft man die Feuerwehr richtig? Als erstes muss man die „5 Ws“ beantworten. Die sind: WER ruft an? WO ist es passiert? WAS ist passiert? WIE VIELE Personen sind betroffen? Und am Ende WARTEN, das ist besonders wichtig, da immer der Feuerwehrmann das Gespräch beendet, für den Fall, dass er noch Fragen hat. Danach sollte man sich möglichst so hinstellen, dass die anrückende Feuerwehr einen gut sieht.
Vom Allgemeinen über die Feuerwehr wurde uns nun über Feuerwehr direkt in Stuttgart berichtet. In Stuttgart gibt es 5 Berufsfeuerwehren und 25 Abteilungen der freiwilligen Feuerwehr. Die Berufsfeuerwehren sind jeweils für ein bestimmtes Gebiet zuständig, was uns an einer Karte gezeigt wurde. Außerdem hat jede ihre Sonderaufgabe: Feuerwache 1-Süd hat die Sonderaufgabe Türöffnung, Feuerwache 2-West hat den Umweltschutz und das Einsatzmittellager, Die Feuerwache 3-Bad Cannstatt, die wir besuchten, hat sich auf Wasserrettung und technische Hilfeleistung spezialisiert. Feuerwache 4-Feuerbach hat die Atemschutzwerkstatt als Aufgabe und ist außerdem auf Strahlenschutz spezialisiert. Feuerwache 5-Filder hat die Sonderaufgabe der Höhenrettung und dazu noch den Rettungsdienst. Man sieht, die Stadt Stuttgart ist für verschiedenste Fälle bestens vorbereitet. 
Nach der Präsentation durften wir einen Probenotruf machen, was sich jedoch nur ein Schüler getraut hat. Dabei wurde deutlich, dass es gar nicht so einfach ist, ein solches Gespräch zu führen. Dann gingen wir nach unten in die riesige Halle, in der die ganzen Feuerwehrautos stehen. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und uns wurden verschiedene Dinge gezeigt. Wir sahen das Auto zur Tauch- und Wasserrettung, einen Kranwagen und die mobile Leistelle, die zum Beispiel bei der WM 2006 auf dem Schlossplatz im Einsatz war. Danach bestaunten wir die Kleidung eines Feuerwehrmanns. Schon nach kurzem Tragen wurde es darunter richtig warm. Ein Highlight für viele war die 30m hohe Drehleiter mit der es, natürlich nur für die, die wollten, hoch über Bad Cannstatt hinaus ging. Man sah sogar die Schleyer-Halle und das Gottlieb-Daimler-Stadion. Danach schauten wir ein weiteres Auto an, mit dem wir eine kleine Runde auf dem Hof fuhren. Danach durften wir in die Leitstelle SIMOS, die nicht jeder sehen darf. Das war natürlich eine besondere Ehre. SIMOS, was „Leitstelle für Sicherheit und Mobilität Stuttgart“ bedeutet, ist eine integrierte Leitstelle, die seit 2006 im Einsatz ist. Hier koordinieren Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gemeinsam. Sie führen und lenken, sind für die Notrufabfrage verantwortlich und müssen je nach dem Berufsfeuerwehr, freiwillige Feuerwehr oder Rettungsdienst alarmieren. 
Einen gelungenen Abschluss der Exkursion bildete die Mittagspause bei Burger King. Danach ging es mit der S-Bahn von Bad Cannstatt zum wieder zum Hauptbahnhof. Von dort aus fuhren die einen früher, die anderen aufgrund eines Missverständnisses etwas später, mit dem Zug nach Vaihingen. Pünktlich zur letzen Stunde der Mittagsschule kamen dann auch alle am SBG oben an. 

Zusammenfassend kann man nur sagen es war mal wieder eine wunderschöne Chemie-Exkursion auf der wir viel interessantes gelernt hatten. Wir bedanken uns noch mal herzlichst bei Herrn Obst und seinem Kollegen für die tolle Führung! 

Bericht und Bilder: Tanja Wolf, Klasse 8b


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01_Am-Bahnhof-in-Vaihingen.JPG
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02_Im-Zug.JPG
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03_Feuerwache-Bad-Cannstatt.JPG
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04_Feuerwehr-Klamotten.JPG
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05_Atemschutzmaske.JPG
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06_Werkzeuge im Feuerwehrauto.JPG
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07_Verschiedene-Feuerloescher.JPG
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08_Wasserrettung.JPG
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09_Mobile-Leitstelle.JPG
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10_Drehleiter.JPG
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11_Aussicht-in-30m-Hoehe.JPG
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12_Bei-Burger-King.JPG
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