Besuch beim weltgrößten Chemieunternehmen

Am 23. Juni 06 war es wieder soweit, dass die beiden Chemie-Kurse (Neigungskurs und Zweistündiger Kurs) die Chance hatten, das große Gelände der Firma BASF in Ludwigshafen zu besichtigen. Etwa 20 Schüler machten sich gegen 7 mit dem Zug auf den Weg in Richtung Mannheim; von dort aus ging es dann mit der Straßenbahn weiter bis direkt vor die Tore der "BASF-Stadt".
Am Mannheimer Bahnhof sollten wir dann Nils Brunkhorst treffen, besser bekannt als Robin aus der Serie "Verbotene Liebe", wo er aber bereits gestorben ist. Aktuell spielt er Michael Stern in der ProSieben-Serie "Lotta in Love".

 

 


Zunächst erhielten wir eine kurze Einführung in die Organisationsstrukturen der BASF und wurden mit den
wesentlichen Geschichtsdaten der BASF (früher Badische Anilin und Soda Fabrik, heute steht das
Kürzel BASF jedoch für sich, ohne die frühere Bedeutung) vertraut gemacht.

Uns wurde erklärt, dass
die BASF Gruppe die benötigte Energie zu 90% mit ihren eigenen drei Kraftwerken gewinnt.
Sehr interessant ist ebenfalls, dass dem Rhein täglich soviel Wasser, hauptsächlich für die Kühlung, entnommen wird,
wie der Neckar (Ludwigshafen liegt an der Mündungsstelle des Neckars in den Rhein) täglich herantransportiert.
Dieses Wasser fließt jedoch auch wieder in den Rhein zurück; ein Teil davon wird sogar im eigenen Klärwerk gereinigt,
bevor es das Betriebsgelände in den Rhein wieder verlässt.Danach wurde uns die Produktpalette der BASF-Gruppe näher gebracht.
Wir haben gelernt, dass man mit sehr wenigen Rohstoffen eine sehr große Vielfalt an Produkten herstellen kann.
Bei der BASF sind dies rund 8000 Produkte, die aus nur 7-8 Rohstoffen hergestellt werden können.
Dies liegt vor allem an dem System der Vernetzung und des Verbundes innerhalb der Unternehmensgruppe.
Abfälle die bei einer Produktionsstädte anfallen, können an anderen Stelle weiterverarbeitet werden.
Zum Transport dienen hier Rohre. (Allein auf dem Gelände gibt es ein 2000km langes Rohrsystem)

Erstaunlich ist es doch, dass viele Menschen die BASF nicht kennen?! Jeder von uns kommt täglich
viele Male mit einem Produkt der BASF in Berührung. Wir merken dies nur nicht, weil die BASF
ihre Produkte nicht unter ihrem eigenen Namen verkauft, sondern sie an andere Unternehmen weiterverkauft,
die dann letztendlich die Endprodukte fertigen. Angefangen bei den Schuhen, wo die BASF die
Grundstoffe für die Sohlen liefert, oder dem Imprägnierschutz bei Lederschuhen, über die Kleidung bis hin zum Haargel,
an allem ist die BASF beteiligt.

Nach dem kurzen Einführungsbeitrag stellte uns unsere Führerin noch einige Produkte vor:
Angefangen vom Lösungsmittel im Waschmittel, das die Wäsche vor Verfärbungen bei wildem "Farbenmischmasch" schützen soll,
über z.B. auch den Superabsorber, der unter anderem in Baby-Windeln oder allgemein in Binden enthalten ist bis hin zu einer
Chemikalie die einen Stoff wie z.B. Leder wasserundurchlässig, jedoch luftdurchlässig macht.

 

 



Unsere Führerin gibt den Superabsorber in ein Becherglas

 

Daraufhin füllt sie eine große Menge darauf; nach wenigen Sekunden ist die Mischung aus Wasser und Superabsorber fest.

 

 

Schüler (links: Carolin Heidt, rechts: Johanna Lapp)
begutachten Kunstoffgranulat


Eine Membran ist mit einer Chemikalie behandelt, die dafür sorgt, dass zwar Luft den Lederstoff durchfließen
kann, wohingegen Wasser daran gehindert wird.

Nach diesem eher praktischen Teil hieß es für uns alle Helm und Schutzbrille aufziehen, denn nun ging es los in das Gelände.


Mit dem Bus fuhren wir quer über das rießengroße Gelände der BASF, und sahen nun erst die wirklichen Ausmaße des Unternehmens.
Über 2000 Gebäude und über 200 "eigenständige" Fabriken zählt das Unternehmen zu seiner Unternehmensgruppe.

Als wir an der Ammoniak-Synthese Fabrik angekommen waren, stiegen wir aus und durften einmal außen herum laufen.
Zwischendurch sind wir dann noch den Primärreaktor hinaufgestiegen und konnten in die Brennkammer hineinschauen.
Obwohl wir uns nicht innerhalb des Reaktors befanden, herrschten sogar hier Temperaturen von über 50°C.
Also kalt sollte es uns hier nicht werden, wenn dies überhaupt bei dem schönen Wetter möglich war.
Nach ca. einer halben Stunde stiegen wir dann auch schon wieder in den Bus,
der uns zum Abschluss unserer Führung in die Kantine brachte. Hier durften nun alle kostenlos und soviel sie wollten essen.
Zufrieden und mit vollem Magen traten wir danach die Rückkehr nach Vaihingen an.

Weitere Informationen zur BASF und ihrer Geschichte können der Homepage der BASF entnommen werden:

www.basf.de

Carolin Heidt hat über die BASF eine GFS-Arbeit angefertigt. Sie finden sie unter diesem Link.

Eike Peters, Klassenstufe 12