Blei (Pb)

Allgemeines:
- Atommasse:
207.2
-Ordnungszahl: 82
-Schmelzpunkt: 327,502 °c
-Siedepunkt: 1749°c
-Oxidationszahlen: 4.2
-Dichte: 11.342 g/cm³
-Härte: 1.2
Eigenschaften:
Blei ist ein bläulich-graues, sehr gut dehnbares Schwermetall, das sich leicht verbiegen und zu dünnen Folien
walzen lässt. Es ist so weich, dass man es mit einem Fingernagel ritzen kann. Auf Papier lässt sich mit dem Metall
ein dunkelgrauer Strich zeichnen, weshalb man es früher zur Herstellung von Bleistiften verwendete.
An der Luft läuft es infolge einer Oxidation grau an. Dabei bilden sich Bleioxid (PbO) und Bleihydroxid Pb(OH)2.Im Vergleich zu anderen
Schwermetallen ist Blei relativ edel, es steht in der Spannungsreihe zwischen Zinn und Wolfram. Unedle Metalle
wie Zink fallen aus einer Bleisalzlösung elementares Blei aus, was an der Bildung von langen, baumartigen
Bleikristallen (Bleibaum) erkennbar ist.
Giftigkeit:
Blei und seine chemischen Verbindungen sind relativ giftig. Das Einatmen von Bleistäuben kann zu Erbrechen,
Koliken und zu einem Kreislaufversagen führen. Heimtückisch wirkt die langfristige Aufnahme kleiner Mengen von
Bleisalzen, z.B. durch das Trinken von Wasser aus bleihaltigen Wasserrohren oder aus Gefäßen mit einer
Bleilasur. Das Blei lagert sich in den Knochen ein und führt zur Bleikrankheit, die sich in Müdigkeit,
Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Hautblässe oder Muskelschwäche äußert. Typisch für eine chronische Bleivergiftung sind auch
schwarze Ränder von Bleisulfid am Zahnfleischsaum.

Vorkommen:
Mit einem Massenanteil von 0,0018% steht Blei an 35. Stelle der Elementhäufigkeit in der Erdhülle und ist daher
relativ selten. Elementares Blei kommt in der Natur nur sehr selten vor.
Die größten Bleierzlagerstätten befinden sich in Australien, USA, GUS, Kanada, Mexiko, Peru, China, Spanien, Polen, Irland und Schweden. In Deutschland
wurde Bleierz im Erzgebirge, im Harz, in der Eifel und im Ruhrgebiet abgebaut.
Geschichtliches:
Blei ist eines der zehn Metalle des Altertums. Die alten Ägypter verwendeten es schon um 7000 vor Christus zum
Glasieren von Töpfen. Die alten Griechen förderten Bleierze auf den Inseln Zypern und Rhodos. Die Römer bauten
aus Blei Wasserleitungen und benutzten es für Dachabdeckungen und zur Herstellung von Gegenständen (auch in
Legierungen mit Zinn). Gelegentlich wurde der Untergang des Römischen Reiches sogar auf anhaltende
Bleivergiftungen römischer Soldaten zurückgeführt, da diese bleisalzhaltiges Wasser aus den Wasserleitungen
tranken. Der deutsche Name Blei geht auf das indogermanische Wort "bhlei" (glänzen, leuchten) zurück. Das
chemische Symbol Pb schlug J.J.Berzelius im Jahre 1814 vor.
Verwendung:
Blei ist eines der wichtigsten Gebrauchsmetalle und dient vor allem zur Herstellung von Legierungen:
Hartblei (90% Blei, 10% Antimon): Akkumulatoren
Bleilagermetall (98% Blei, 2% Na, Li, Ca): Achsenlager von Eisenbahnzügen
Schriftmetalle (z.B. 80% Blei, 12% Antimon, 5% Zinn, Rest Kupfer und Nickel): Buchdruckplatten
Blei-Kupfer-Legierungen dienen zur Herstellung von Kabelummantelungen, Dichtungen, Isolierungen und
Rohrleitungen.
Die chemische Industrie verwendet Blei als Rohrmaterial für Säuren und aggressive Flüssigkeiten. Dicke
Bleiplatten eignen sich als Strahlenschutzmaterial, z.B. beim Röntgen.

Diese Seite wurde von Isabel Schwarz und Linda Mayr (9c) erstellt.