Osmium


Symbol von Osmium: Os
Ordnungszahl von Osmium: 76
Relative Atommasse: 190,2 g/mol
Dichte: 22,61 g/cm³
Schmelzpunkt Celsius: 3045 °C
Siedepunkt Celsius: 5027 °C
Schmelzpunkt Kelvin: 3318 K
Siedepunkt Kelvin: 5300 K
Säureeigenschaften: sauer-
Entdecker: Tenant (England) Jahr: 1803

Osmium ist ein chemisches Element im Periodensystem der
Elemente mit dem Symbol Os und der Ordnungszahl 76. Es ist ein
hartes, sprödes, sehr schweres, blaugrau oder blauschwarzes
Übergangsmetall der Platingruppe. Osmium wird immer da genutzt,
wo es auf größte Haltbarkeit und Härte ankommt.


Geschichte

Osmium ( griechisch osme für Geruch) wurde 1803 durch
Smithson Tennant zusammen mit Iridium im Rückstand von in
Königswasser aufgelöstem Platin entdeckt. Seinem rettichartigen
Geruch verdankt das Element seinen Namen.


Vorkommen

Das Übergangsmetall kommt im Iridiosmium, einer natürlich
vorkommenden iridium- und osmiumhaltgen Legierung, sowie in
platinhaltigen Flusssanden im Ural, Nordamerika und Südamerika
vor. Auch nickelhaltige Erze aus Sudbury, Ontario enthalten
Elemente der Platingruppe.
Die wichtigesten Vorkommen liegen in Witwatersrand/Südafrika,
im Ural, in Nord- und Südamerika, in Tasmanien, in Borneo und in
Japan.


Eigenschaften

Metallisches Osmium ist extrem schwer, von stahlblauer Farbe und
auch bei höheren Temperaturen ein glänzendes Metall. In
kompakter Form lässt es sich nur sehr schwer herstellen. Es kann
jedoch im Lichtbogen- oder Elektronenstrahl-Ofen leicht kompakt
erschmolzen werden. Leichter herstellbares Metallpulver oxidiert
sich schon bei Raumtemperatur zu dem stark giftigen und stark
riechenden bei 130 °C siedenden Osmiumtetraoxid OsO4.

Osmium besitzt von allen Elementen der Platinfamilie den höchsten
Schmelzpunkt und den niedrigsten Dampfdruck. Die häufigste
Oxidationsstufe ist +4, aber alle Stufen von +0 bis +8 sind bekannt.

Osmium ist nach Iridium das Metall mit der höchsten Dichte.


Verwendung

Wegen der hohen Giftigkeit der Oxide wird Osmium selten im
reinen Zustand verwendet. In abrasiven und verschleißenden
Anwendungen wie Schreibkugeln in Kugelschreibern,
phonografische Abtastnadeln, Wellen und Zapfen im
Instrumentenbau sowie elektrische Kontakte kommen harte
osmiumlegierte Legierungen aus der Platinfamilie zum Einsatz.
Eine Legierung aus 90 % Platin und 10 % Osmium wird zu
medizinischen Implantaten und künstlichen Herzklappen verarbeitet
sowie in Herzschrittmachern verwandt.

Osmiumtetraoxid wird zur Kontrastverstärkung bei
mikroskopischen Präparaten und zur Spurensicherung
(Fingerabdrücke) eingesetzt.

Früher, bevor das billigere Wolfram aufkam, war es das Material
der Glühwendel für Glühlampen.




Osmiumtetroxid 

Symbol: OsO4


Sicherheitshinweise

Osmiumtetroxid ist hochtoxisch. Staubgehalte in der Luft von 10-7
g/m3 können Atemnot/stillstand? (lung congestion), Haut- oder
Augenschäden hervorrufen.

Bilder:

Quellen:

www.wikipedia.de

www.webelements.com

 

Mitarbeit0r:

<< Tobias Linder>> & << Jonas Krenkel>>