| Allgemeines: englischer Name: Platinum Symbol von Platin: Pt Ordnungszahl von Platin: 78 Relative Atommasse: 195,08 g/mol Dichte: 21,45 g/cm3 Schmelzpunkt Celsius: 1772 °C Siedepunkt Celsius: 3827 °C Schmelzpunkt Kelvin: 2045 K Siedepunkt Kelvin: 4100 K Häufigkeit: in 1kg Erdmaterial befinden sich 0,001 mg Platin -> hat sehr hohen Wert |
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Geschichte:
Platin wurde schon vor der Entdeckung Amerikas durch
Kolumbus von den Indianern Südamerikas benutzt. Der Name leitet sich vom spanischen Wort platina, der Kleinerungsform
von plata "Silber", ab. Die erste europäische Referenz stammt
von dem italienischen Humanisten Julius Caesar Scaliger (1484-1558), er hat Platin 1557, ein Jahr vor seinem Tod, entdeckt. Er beschreibt ein mysteriöses weißes Metall, das
sich allen Schmelzversuchen entzog.
Vorkommen:
Südafrika, Russland vor allem nördlicher Ural, Kanada und
Kolumbien.
Gewinnung und Darstellung:
Metallisches Platin (Platinseifen) werden heute praktisch nicht
mehr abgebaut. Platinbergwerke gibt es nur in Südafrika
(Transvaal).
Platinquellen sind auch die Buntmetallerzeugung (Kupfer und
Nickel) in Sudbury (Ontario) und Norilsk (Russland). Hier fallen
die Platingruppenmetalle als Nebenprodukt an.
chem. Eigenschaften:
Das sehr korrosionsbeständige, schmiedbare und weiche
Schwermetall zeigt im reinen, polierten Zustand den sog.
Dunkelglanz. Sowohl Wasserstoff als auch Sauerstoff und andere
Gase werden von Platin im aktivierten Zustand gebunden.
Wasserstoff und Sauerstoff reagieren in seiner Anwesenheit
explosiv miteinander zu Wasser. Allerdings werden
Platinkatalysatoren schnell durch Alterung und Verunreinigungen
inaktiv (vergiftet).
Die hohe Haltbarkeit und Anlaufbeständigkeit und Seltenheit
eignen Platin besonders zur Herstellung von hochwertigen
Schmuckwaren.
Platin zeigt, wie auch die anderen Metalle der Platingruppe ein
widersprüchliches Verhalten. Einerseits edelmetalltypisch
chemisch träge, andererseits hochreaktiv.
Auch bei hohen Temperaturen zeigt Platin ein stabiles Verhalten.
Es ist daher für viele industrielle Anwendungen interessant.
Verwendung:
Aufgrund seiner Verfügbarkeit und seiner hervorragenden Eigenschaften haben Platin und Platinlegierungen eine
unüberschaubare Anzahl von Anwendungen erobert:
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Schmuckwaren Thermoelemente Heizleiter Kontaktwerkstoffe Laborgeräte Katalysatoren Wasserstoffspeicher Magnetwerkstoffe Chemischer Apparatebau Schmelztiegel für die Glasherstellung Glaseinschmelzlegierungen Medizinische Implantate, Zahnersatz Herzschrittmacher Schubdüsen, Verkleidungen für Raketen Arzneimittel gegen Krebs (Cytostatika, beispielsweise Cisplatin) Schreibfedern Spinndüsen Platinspiegel (Spiegel und Glasfenster die nur auf der vom Glas abgewandten Seite reflektieren.) Döbereinersches Feuerzeug (hist.) |
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Sicherheitshinweise:
Platin ist normalerweise nicht gesundheitsschädigend. Seine Verbindungen sollten als hochtoxisch angesehen werden. Einige
Platinverbindungen (z.B. Cisplatin, Carboplatin) werden zur Chemotherapie gegen Krebs eingesetzt.
Wichtige Verbindungen:
Platin(VI)-oxid (PtO3)
Platin(II)-chlorid (PtCl2)
Tetrachloroplatin(II)-säure (H2PtCl4)
Hexachloroplatin(IV)-säure (H2PtCl6)
Platin(IV)-fluorid (PtF4)
Platin(V)-fluorid (PtF5)
Platin(VI)-fluorid (PtF6)
Platin(II)-bromid (PtBr2)
Platin(IV)-bromid (PtBr4)
Platin(II)-iodid (PtI2)
Platin(IV)-iodid (PtI4)
Quellen: http://www.wikipedia.org