Zinn

Zinn (engl. Tin) ist das 50. Element im Periodensystem und befindet sich in der 5. Periode. Zinn hat das
Symbol Sn. Es ist ein Silber weiß glänzendes Metall und hat eine Oxidschicht die sehr stabil gegenüber Chemikalien ist.

Name:   Zinn                                         Atommasse : 118,71 g/mol
Symbol von Zinn:   Sn                       Dichte 7,29 g/cm3
Ordnungszahl:   50 

Siedepunkt Celsius :                            Schmelzpunkt Celsius :      
2270°C                                                       232°C                                               

Spezifische
Wärmekapazität:

0.228 Jg-1K-1 (bei 300 K)

Atomvolumen:
16.30 cm3/mol

Entdeckung:
Jahr: 2500 v.Chr.
allerdings wurde im südtürkischen Taurus-Gebirge ein Zinnbergwerk
entdeckt, welches auf etwa 3000 v. Chr. datiert wird. Durch
die Legierung Bronze, deren Bestandteile Kupfer und Zinn
sind, ist es von großer Bedeutung (Bronzezeit). Im
Lateinischen heißt Zinn "stannum", daher rührt auch das chem.
Symbol Sn. 


Verwendung:

Als Legierungsbestandteil wird Zinn vielfältig verwendet, mit Kupfer zu Bronze oder anderen Werkstoffen legiert. 
Die Legierung der goldfarbigen Euromünzen, die wir täglich zwischen den Fingern anfassen Nordisches Gold, beinhaltet unter
anderem 1% Zinn.

Seit Jahrhunderten wird Zinnblech großflächig zur Herstellung von Orgelpfeifen im Sichtlichen Bereich verwendet. Diese behalten ihre silbrige Farbe über viele Jahrzehnte. Das weiche Metall wird als Legierung verwendet und hat für die Klangentfaltung sehr gute vibrationsdämpfende Eigenschaften.  Viele Haushaltsgegenstände, Geschirre, Tuben und Dosen wurden früher ganz aus Zinn
gefertigt, rundweg der einfacheren Verarbeitungstechnologie der Zeit entsprechend. Mittlerweile jedoch wurde das relativ kostbare Material durch preiswertere Möglichkeiten ersetzt.

Vorkommen:

In der Erdkruste ist es mit einem Anteil von etwa 0,0035
Massenprozent vertreten.

Nach aktuellen Schätzungen reichen die vorhandenen
Lagerstätten noch etwa 35 Jahre. Zinn kommt zu über 80% als
Ansammlung in Schwemmlandablagerungen an Flüssen sowie auf dem
Meeresgrund vor. Hierbei ist eine Region beginnend in
Zentralchina über Thailand bis nach Indonesien bevorzugt.

Herstellung:

Zinn lässt sich leicht aus Zinnstein gewinnen. Dazu
wird das Erz zuerst zerkleinert und dann durch verschiedene
Verfahren (Aufschlämmen, elektrische/magnetische Scheidung)
angereichert. Nach der Reduktion mit Kohlenstoff wird das
Zinn knapp über seine Schmelztemperatur erhitzt, so dass es
ohne höherschmelzende Verunreinigungen abfließen kann.
Heute gewinnt man einen Großteil durch Recycling und hier
durch Elektrolyse.