Vanadium

 

Geschichtliches: 
Die Entdeckung des Elements Vanadium wird dem mexikanischen Mineralogen Andrés Manuel del Río (1765-1849)zugeschrieben. Er entdeckte es im Jahre 1801 in einem Bleierz und benannte es zunächst "Eryhtronium". Der französische Chemiker H.V. Collet-Descotils (1773-1815) hielt es danach für unreines Chrom. Erst der schwedische Chemiker Niels Gabriel Sefström aus Falun (1787-1845) bestätigte das neue Element und benannte es nach der nordischen Schönheits- und Liebesgöttin Freya, die den Beinamen Vanadis besaß. Um Verwechslungen mit der römischen Zahl V zu vermeiden, wird gelegentlich auch das Symbol "Va" verwendet. Die Herstellung von Vanadium in unreiner Form gelang dem englischen Chemiker Sir Henry Roscoe (1833-1915) im Jahre 1867 in Manchester. Sehr reines Vanadium stellten die Amerikaner J.W. Marden und N.M. Rich durch eine Reduktion von Vanadium(V)-oxid mit Calcium im Jahre 1927 her. 

Herstellung: 
Durch das Rösten oder das Auslaugen von Vanadiumerzen oder vanadiumhaltiger Schlacken erhält man
Vanadium(V)-oxid. Die Vanadiumherstellung erfolgt dann durch eine Reduktion mit Calcium bei 950°C: 

V2O5 + 5 Ca -----> 2 V + 5 CaO 

Man erhält relativ unreines Vanadium, das durch eine nachfolgende elektrolytische Raffination gereinigt werden kann. Ein anderes bedeutendes Verfahren ist das Aufwachsverfahren, in dem Vanadiumiodid bei ca. 1000°C unter Vakuum in einer Quarzglasapparatur erhitzt wird und sich das hochreine Metall dann auf einem glühenden Wolframdraht niederschlägt. 

Verwendung: 
Vanadium ist ein wichtiges Legierungsmetall in Baustählen und Werkzeugstählen. Gehalte von bis zu 0,5%
Vanadium erzeugen eine große Härte, Stoßfestigkeit und Zähigkeit. Titan-Vanadium-Legierungen dienen als
Material in Brennstabhüllen für die Kernenergienutzung. Vanadium(V)-oxid ist ein wichtiger Katalysator, z.B. bei der Schwefelsäureherstellung oder im chemischen Labor.

Fakten:

Entdecker Andres Manuel del Rio
Ort/Datum Mexiko/1801
Name/Symbol Vanadium/V
Nummer im Periodensystem 23
Schmelzpunkt/Siedepunkt 1890°C/3380°C
Farbe Silber-Grau-Metallisch
Dichte 6110kg/m³
Atommasse 50,9415u
Molares Volumen 8,32*10-6m³/mol
Härte 7,0
Kristallstruktur kubisch raumzentriert
Anwendungen Chrom-Vanadium wird vorwiegend in der Werkzeugindustrie genutzt.

Quellen:

http://google.de 

http://www.Wikipedia.de 

http://www.Webelements.com 

BCIT Chemistry Resource Center
http://nobel.scas.bcit.ca/resource/