Besuch bei der Fachhochschule Pforzheim

Am Mittwoch dem 17. November besuchten wir neun Schüler des Stromberg-Gymnasiums mit Herrn Stark und Frau Horn die Fachhochschule Pforzheim.
Thema dieser Exkursion: "Werkstoffe in Münzen".
Nachdem uns Herr Graudejus, Laboringenieur im Bereich der Werkstofftechnik, in dieses Gebiet eingeführt hatte und uns die Funktionsweisen einzelner Maschinen erklärt hatte, kamen wir zum praktischen Teil unseres Besuchs. Um eine Münze von innen anschauen zu können, muss man diese zunächst einmal zerschneiden. Eine Hälfte wird dann in eine Kunststoffmasse eingebettet unter großer Hitze damit zusammengepresst. Die Ergebnisprobe muss eine ganze Weile unter verschieden Schleifsteinen geschliffen werden und wird dann anschließend noch ca. 10 Minuten poliert. Danach wird es kurz in einen Behälter mit ätzender Flüssigkeit gehalten, mit Wasser und Alkohol abgesprüht und schließlich getrocknet, fertig ist die Probe einer (halben) Münze.
Sehr wichtig ist hier bei das Ätzmittel. Erfahrung ist ein großer Vorteil, aber es gehört auch Glück dazu, wie uns unsere Betreuer mitteilten.

Des weiteren wird die Probe unter einem hochauflösenden Mikroskop angeschaut, wobei man ganz besonders "schöne" Bilder mit polarisiertem Licht erhält. Das entstehende Bild wirkt wie ein beeindruckendes Kunstwerk, mit vielen verschiedenen Farben welche die unterschiedlichen, bei der Herstellung der Münze verwendeten Metalle darstellen. Unter dem Mikroskop lassen sich sehr genau die einzelnen Rohstoffe und Verarbeitungstechniken erkennen. Frau Christian, die eine sehr erfahrene Expertin auf diesem Gebiet ist, hat uns dies eindrucksvoll gezeigt. Man merkte, dass sie richtig in ihrem Element war. Auch andere Studenten und Ausbilder in der Fachhochschule blieben eine Weile im Vorführzimmer stehen und bestaunten die Vielfältigkeit der Farben und Strukturen. Anhand dieser Strukturen kann der gewiefte Fachmann das Material und dessen Beschaffenheit feststellen.

Werkstofftechnik ist ein Bereich für sich. Jeder Student, der mit Maschinenbau zu tun hat, wird dieses Teilgebiet einmal erfahren. Die einen tun es gern, die anderen weniger gern. Doch es ist besonders im Maschinenbau ein sehr wichtiger Aspekt, da zum Beispiel beim Bau einer Brücke die Eigenschaften eines Materials und dessen Veränderungen bei Hitze von großer Bedeutung sind. Da sich viele Materialien unter Hitze anders verhalten, das heißt andere Kristallstrukturen haben, ist es wichtig diese zu kennen und zu erkennen.
Die Fachhochschule bekommt öfters Kunden, die ein kaputtgegangenes Materialteil untersuchen lassen wollen und somit die Zerstörungsursache erklärt bekommen möchten. Dies lässt sich meist deutlich erkennen. Vor Gericht können solche Aussagen sehr entscheidend sein.

Wir möchten uns ganz herzlich bei Herrn Stark und Frau Horn für das Möglichmachen dieser Exkursion bedanken, und auch unseren Betreuern Herrn Graudejus, Frau Christian und Martin Preuß danken wir sehr herzlich. Es war sehr informativ und unterhaltsam, wir hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Dominik Schmolck, Klasse 11a

Herr Graudejus bei der Einführung

Herr Martin Preuß erklärt die Schleif- und Poliermaschine.
Ganz links steht die Maschine zur Einbettung der Probe in die Kunststoffmasse

Einbettung der Probe in die Kunststoffmasse

Die Probe wird geschliffen

Die Probe wird poliert

Die geschliffene Probe

 

 

Die Probe kommt ins Ätzbad

Bei Frau Christian im Mikroskopie-Labor

Frau Christian erklärt das Mikroskop

Auch Herr Professor Jost begrüßte unsere Gruppe

Frau Christian erläutert das Mikroskopbild

Bildergalerie Münzschliffe


Links:

Die Website der Fachhochschule Pforzheim

Direkter Link zum Studiengang Maschinenbau

Direkter Link zum Laborbereich Werkstoffkunde