{"id":27270,"date":"2020-11-09T16:45:08","date_gmt":"2020-11-09T15:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/?p=27270"},"modified":"2020-11-09T16:45:10","modified_gmt":"2020-11-09T15:45:10","slug":"ein-stadiondach-will-gut-durchdacht-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/?p=27270","title":{"rendered":"Ein Stadiondach will gut durchDACHt sein"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>(Sy)<\/strong> Landauf, landab bleiben die Zuschauertrib\u00fcnen der Stadien derzeit leer. Zumindest in Gedanken werden viele Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der achten und neunten Klassen des Stromberg-Gymnasiums in den kommenden Wochen aber so manchen Ausflug in ein Stadion machen \u2013 im Rahmen ihres Unterrichts in \u201eNaturwissenschaft und Technik\u201c (NwT). Auch in diesem Schuljahr nehmen diejenigen, die NwT als Profilfach gew\u00e4hlt haben, am Wettbewerb Junior.ING der Ingenieurkammer Baden-W\u00fcrttemberg teil. Ihre Aufgabe ist es, das Dach der Zuschauertrib\u00fcne f\u00fcr ein Fu\u00dfballstadion zu entwerfen und ein Modell davon anzufertigen: ein \u201eStadiondach \u2013 durchDACHt konstruiert\u201c, wie es das Motto des Wettbewerbs auf den Punkt bringt. Erschwerend \u2013 im wahrsten Sinne des Wortes \u2013 kommt eine Last von 250 Gramm hinzu, die das Dach aushalten k\u00f6nnen muss. Arbeitsschritte und Ergebnisse m\u00fcssen in einer Dokumentation festgehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Startschuss fiel f\u00fcr die Sch\u00fcler des Stromberg-Gymnasiums in der vergangenen Woche mit Expertenvortr\u00e4gen von Norbert Schr\u00f6ter, leitender Architekt der Bau- und Geb\u00e4udestrategie der Kreissparkasse Ludwigsburg, und Dr. Alexander Hub, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Alfred Rein Ingenieure GmbH in Stuttgart. Anders als \u00fcblich waren die beiden Fachm\u00e4nner nicht vor Ort an der Schule zu Gast, sondern per Videokonferenz mit den Sch\u00fclern verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Norbert Schr\u00f6ter erl\u00e4uterte zun\u00e4chst die Aufgabe, die zul\u00e4ssigen Materialien sowie die Kriterien, welche die Jury bei der Bewertung der Sch\u00fclerarbeiten zugrunde legen wird \u2013 allen voran das Bestehen des Belastungstests. Um diese H\u00fcrde zu nehmen, k\u00f6nne auch der Bau einer Trib\u00fcne hilfreich sein. Obwohl sie kein verpflichtender Teil des Modells sei, k\u00f6nne eine Trib\u00fcne das Dach durch eine Verbindung stabilisieren \u2013 die aber wiederum die Sicht nicht beeintr\u00e4chtigen d\u00fcrfe. Wie eine solche Konstruktion aussehen kann, zeigte Schr\u00f6ter am Beispiel des Stade de la Licorne im franz\u00f6sischen Amiens.<\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt stellte er mit Blick darauf, dass die Orientierung an Vorlagen ausdr\u00fccklich erlaubt ist, eine Vielzahl an unterschiedlichen Bauwerken aus aller Welt als m\u00f6gliche Inspirationsquellen vor \u2013 vom im antiken Rom erbauten Kolosseum \u00fcber die Olympiastadien in Athen, Seoul, Montreal, Melbourne und Peking bis hin zur Allianz Arena in M\u00fcnchen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alexander Hub empfahl den Sch\u00fclern in seinem Vortrag eine \u201eklare Konstruktion und ein anspruchsvolles Design\u201c. Sei zudem \u201eeine saubere handwerkliche Umsetzung\u201c gew\u00e4hrleistet, werde das Projekt bestimmt nicht am Belastungstest scheitern. Der promovierte Ingenieur verwies auf einen Turm aus Makkaroni, den er einst selbst gebaut habe und der stolze f\u00fcnf Kilogramm aushalte: \u201eSo leicht, dass Ihr Dach keine 250 Gramm tragen kann, werden Sie gar nicht konstruieren k\u00f6nnen\u201c, versicherte Hub. Auch er gab den Sch\u00fclern mit auf den Weg, beim Bau die Trib\u00fcne mitzudenken, da diese \u201edie Architektur des gesamten Stadions\u201c beeinflusse. F\u00fcr ihn sei es eine \u201ekonstruktiv reizvolle Geschichte, das Dachtragewerk aus der Trib\u00fcne heraus zu entwickeln\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sein Vorredner hatte er ein F\u00fcllhorn an imposanten Bauten parat, die zum Teil seinem eigenen Schaffen entstammten. Anhand einiger Beispiele zeigte er, wie Tragwerkskonstruktionen mit \u201eeinfachsten Materialien\u201c, z.B. Papier in Verbindung mit Holz, erstellt werden k\u00f6nnen. Er riet dazu, nicht zu viele Materialien zu mischen, sondern die Auswahl daran zu orientieren, welches Ziel erreicht werden solle. Ferner ermunterte Hub die Nachwuchsingenieure zu Kreativit\u00e4t und dazu, auch auf \u201everr\u00fcckte Ideen\u201c zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf diese Weise inspiriert und betreut von ihren Lehrerinnen Ina Maier und Vanessa Villar werden sich die Sch\u00fcler nun in Zweier- und Vierergruppen ans Werk machen. Bis 12. Februar 2021 m\u00fcssen die Modelle der gut durchDACHten Stadiond\u00e4cher bei der Ingenieurkammer Baden-W\u00fcrttemberg vorliegen. Ob die Preisverleihung auf Landesebene im Fr\u00fchjahr wie \u00fcblich im Europapark stattfinden kann, ist noch offen.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Landauf, landab bleiben die Zuschauertrib\u00fcnen der Stadien derzeit leer. 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