{"id":33154,"date":"2026-01-09T16:28:35","date_gmt":"2026-01-09T15:28:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/?p=33154"},"modified":"2026-01-08T17:32:02","modified_gmt":"2026-01-08T16:32:02","slug":"ein-dach-aus-folie-und-strumpfhose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/?p=33154","title":{"rendered":"Ein Dach aus Folie und Strumpfhose?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Norbert Schr\u00f6ter wirkt wie jemand, der in seinem Leben schon eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen wie Theaterauff\u00fchrungen oder Konzerte besucht hat, aber auch regelm\u00e4\u00dfig bei Sportveranstaltungen auf der Zuschaurtrib\u00fcne sitzt. Deshalb wei\u00df der leitende Architekt der Bau- und Geb\u00e4udestrategie der Kreissparkasse Ludwigsburg: \u201eMan ist als Zuschauer gern gesch\u00fctzt.\u201c Gleichzeitig soll die sch\u00fctzende \u00dcberdachung aber auch nicht die Sicht aufs Geschehen versperren. Genau das ist der Spagat, den es f\u00fcr die Achtkl\u00e4sslerinnen und Achtkl\u00e4ssler, die am Stromberg-Gymnasium Naturwissenschaft und Technik (NwT) als Profilfach belegen, zu \u00fcberwinden gilt. Im Rahmen des Wettbewerbs Junior.ING der Ingenieurkammer Baden-W\u00fcrttemberg ist es ihre Aufgabe, eine \u00dcberdachung f\u00fcr eine halbkreisf\u00f6rmige Zuschauertrib\u00fcne mit einer davorstehenden B\u00fchne als Modell zu entwerfen, getreu dem diesj\u00e4hrigen Wettbewerbsmotto: \u201eArena \u2013 gut \u00fcberDACHt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schr\u00f6ter ist auch in diesem Jahr zusammen mit Dr. Alexander Hub, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter der Alfred Rein Ingenieure GmbH in Stuttgart und Professor f\u00fcr Bauingenieurwesen an der International University am Campus Stuttgart, ans Stromberg-Gymnasium gekommen, um die Wettbewerbsbedingungen zu erl\u00e4utern. So muss die Trib\u00fcne vier bis sechs Zentimeter hoch sein und einen Radius von 14 bis 16 cm aufweisen. Das Modell muss auf einer Grundplatte von maximal 40 cm mal 40 cm fest montiert sein \u2013 und es muss transportf\u00e4hig sein, um der Ingenieurkammer Baden-W\u00fcrttemberg zur Bewertung vorgelegt werden zu k\u00f6nnen. Schr\u00f6ter betont, worin er die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung sieht: \u201eIn die Dachkonstruktion m\u00fcsst ihr euer ganzes K\u00f6nnen und eure Energie legen.\u201c Die muss n\u00e4mlich gleich zwei Belastungstests bestehen: Zum einen den Traglasttest, f\u00fcr den ein kleines Gewicht aufs Dach gelegt wird, das f\u00fcr eine au\u00dfergew\u00f6hnlich gro\u00dfe Schneelast steht. Hinzu kommt der Windbelastungstest: Mit einem F\u00f6hn wird dabei aus einer Entfernung von 30 cm Luft aus verschiedenen Richtungen auf das Modell geblasen. Beim Bau ihres Modells d\u00fcrfen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nur auf eine bestimmte Auswahl an Materialien zur\u00fcckgreifen, darunter Draht, Holzst\u00e4be, Folie, Papier oder Schnur, nicht jedoch Beton, Karton oder Pappe. Die Verwendung von Farbe ist zul\u00e4ssig, aber nur zu dekorativen Zwecken, sie darf keinen Einfluss auf die Stabilit\u00e4t haben: \u201eIrgendwas zwanzig Mal zu lackieren, bis es steckensteif ist, ist nicht erlaubt\u201c, stellt Schr\u00f6ter klar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Beispiele wartet der leitende Architekt mit Stadionbauten aus der Antike auf, aber auch mit solchen j\u00fcngeren Datums, etwa den Olympiastadien M\u00fcnchen, wobei er besonders auf die \u201eleichte Tragkonstruktion\u201c und die zum Schutz vor extremer Witterung und starker Sonneneinstrahlung verwendeten Membranen hinweist, und Athen. Auch die Olympiastadien Berlin, London, Rio de Janeiro, Seoul, Montreal, Melbourne oder Peking empfiehlt er den Jugendlichen als Inspiration. Abschlie\u00dfend fordert er sie dazu auf, am Ball zu bleiben und sich nicht entmutigen zu lassen: \u201eEs wird nicht so sein, dass ihr immer das erste Modell gleich mit einem Volltreffer hinkriegt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit aus dem einen oder anderen Modell schlie\u00dflich doch noch ein Volltreffer werden kann, erl\u00e4utert Alexander Hub die Bewertungskriterien: Auf eine \u201eklare Konstruktion\u201c, ein \u201eanspruchsvolles Design\u201c sowie auf \u201egute Details\u201c kommt es an: \u201eIhr m\u00fcsst zuerst mal die schw\u00e4bischen Ingenieure \u00fcberzeugen, und die schauen sehr genau hin\u201c, gibt er den Achtkl\u00e4sslerinnen und Achtkl\u00e4sslern mit auf den Weg \u2013 und ruft sie dazu auf, es den Profis gleich zu tun und kreative L\u00f6sungen zu suchen. So sei etwa die Urkonstruktion der meisten Stadiond\u00e4cher das Speichenrad, \u201eweil damit enorme Spannweiten realisiert werden konnten, um gro\u00dfe Fl\u00e4chen zu \u00fcberdachen.\u201c Um f\u00fcr alle Zuschauer eine gute Sicht zu gew\u00e4hrleisten, empfiehlt er die Arbeit mit Kragarmen. F\u00fcr mehr Helligkeit lie\u00dfe sich etwa Folie (stellvertretend f\u00fcr Glasfl\u00e4chen) verwenden. Und um eine Membranfl\u00e4che einzuziehen, k\u00f6nne die gute alte Strumpfhose dienen, eine \u201ev\u00f6llig typische Herangehensweise\u201c beim Bau von Modellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich hat auch Hub eine Vielzahl an Beispielen parat, um seine Tipps zu veranschaulichen, darunter ein Stadion in den Vereinigten Arabischen Emiraten, eine als Druckring-Konstruktion gebaute Bushaltestelle in der Schweiz oder ein experimenteller Pavillon, der 2018 an der Universit\u00e4t Stuttgart gebaut wurde, um M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine nachhaltige Leichtbau-Architektur auszuloten. Mit der f\u00fcr das Sch\u00fclerprojekt zentralen Frage \u201eWie kann man mit Materialien m\u00f6glichst effizient und intelligent eine L\u00f6sung finden?\u201c beschlie\u00dft er seinen Vortrag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Effiziente und intelligente L\u00f6sungen zu finden und auszuprobieren, daf\u00fcr haben die NwT-Sch\u00fclerinnen und -Sch\u00fcler nun unter Anleitung ihrer Lehrkr\u00e4fte Charlotte Durst, Maximilian Danczyk und Marcel Schaller bis Anfang M\u00e4rz 2026 Zeit. Dann m\u00fcssen ihre gut \u00fcberDACHten Modelle bei der Gesch\u00e4ftsstelle der Ingenieurkammer Baden-W\u00fcrttemberg vorliegen. Die Preisverleihung findet am 22. April im Europa-Park Rust statt. Und wer wei\u00df: Vielleicht ist nach den Pl\u00e4tzen 12 und 15 im vergangenen Jahr f\u00fcr die Sch\u00fclergruppen des Stromberg-Gymnasiums sogar noch etwas mehr drin und es reicht diesmal sogar f\u00fcr eine Qualifizierung f\u00fcrs Bundesfinale am 19. Juni. Toi, toi, toi!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\"><em>Bericht und Foto: Sy<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/JuniorING26auftakt_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-33155\" srcset=\"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/JuniorING26auftakt_1.jpg 1000w, https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/JuniorING26auftakt_1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/JuniorING26auftakt_1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/JuniorING26auftakt_1-360x270.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die NwT-Lehrkr\u00e4fte Charlotte Durst und Maximilian Danczyk bedanken sich bei den beiden Referenten Prof. Dr. Alexander Hub (links) und Norbert Schr\u00f6ter (Zweiter von links).<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Experten regen am Stromberg-Gymnasium zu kreativen L\u00f6sungen im Junior.ING-Wettbewerb an. Motto: \u201eArena \u2013 gut \u00fcberDACHt\u201c <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":33156,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[16,23],"class_list":["post-33154","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unterricht","tag-mint","tag-wettbewerb"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33154","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33154"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33154\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33157,"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33154\/revisions\/33157"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/33156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33154"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stromberg-gymnasium.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}