Wer ist der Einbrecher und warum starb der Patient?

Um diese Fragen zu beantworten, besuchten wir als bilingualer Biologie-Leistungskurs am 21. April mit unserer Lehrerin Frau Arbeiter die Experimenta in Heilbronn. Dort durften wir zwei verschiedene Kriminalfälle, einen Einbruch bei einem Juwelier und das Sterben eines Patienten im Krankenhaus durch Bakterien, unter Verwendung verschiedener gentechnischer Methoden lösen. Das Lösen dieser Fälle ermöglichte uns, das zuvor im Unterricht theoretisch erworbene Wissen zur angewandten Genetik und den dabei wichtigen Verfahren anzuwenden und selbst durchzuführen. 

Zur Aufdeckung des Verbrechens führten wir im ersten Schritt eine Polymerase-Kettenreaktion (Polymerase Chain Reaction = PCR) aus, einen Prozess, der der Vervielfältigung der DNA-Fragmente dient. Auch beim Lösen des zweiten Falls konnten wir unser zuvor erlangtes Wissen zu Plasmiden anwenden, indem wir die ringförmigen DNA-Fragmente extrahierten, schnitten und auftrennten.

Beides ermöglichte uns dann wiederum, das Verfahren des genetischen Fingerabdrucks anzuwenden. Alle Proben wurden dabei durch Gel-Elektrophorese und Einfärben sichtbar gemacht, wobei ein Highlight das Befüllen der „Gel-Pockets“ war, womit wir uns ebenfalls zuvor im Unterricht detailliert beschäftigt hatten.

Die Gel-Elektrophorese gab uns die Möglichkeit, im Anschluss daran die verschiedenen Proben miteinander zu vergleichen und die beiden Fälle aufzudecken. So stellte sich heraus, dass der Einbruch beim Juwelier auf das Konto von Egon Einbrecher ging. Für den Tod des Patienten war die Lüftung des Krankenhauses verantwortlich. 

Nicht fehlen durften beim gesamten Praktikum wissenschaftliche Geräte, wie unter anderem spezielle Pipetten zum Abmessen der Proben, ein Vortexer, welcher dem Mischen von Flüssigkeiten dient, sowie ein Thermocycler, der die Temperaturzyklen der Polymerase-Kettenreaktion automatisiert durchführt. 

Durch das Praktikum erlangten wir als Kurs einen bedeutsamen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten in Laboren sowie einen Teil eines möglichen Biologiestudiums. Deshalb waren wir uns einig, dass die Exkursion nicht nur Spaß gemacht hatte, sondern auch äußerst gewinnbringend war. 

Bericht: Sina Günter, J1