„Jeder wird auf seine eigene Weise wachsen“

105 neue Fünftklässler sind startklar für ihre ganzheitliche Lernreise am Stromberg-Gymnasium

Die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler mit einem realen Feuerwerk zu begrüßen, wäre wohl etwas übertrieben gewesen – vor allem an einer Schule, die Teil des Netzwerks „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ist. Der gleichnamige Song von Wincent Weiss macht mindestens ebenso viel Freude, und das bei schonendem Ressourcenverbrauch. Für diesen Anlass einstudiert hatte ihn Musiklehrerin Barbara Hartmann mit Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 6. Unter der Leitung ihres Kollegen Thorsten Hohensee und am Klavier begleitet von Carmen Förnzler folgte das ebenso energiegeladene, mitreißende Musikstück „Alles auf Start“ von Markus Detterbeck. Mit Textzeilen wie „Start the show, wir sind im Flow. Türen auf, we’ll let it glow“ schien es wie eigens für die Aufnahmefeier des neuen Jahrgangs am Stromberg-Gymnasium geschrieben.

„Wir sind startklar. Wenn ihr auch startklar seid, steht eurer Lernreise am Stromberg-Gymnasium nichts mehr im Wege“, versicherte Schulleiterin Katja Kranich den 105 künftigen Schülerinnen und Schülern. Denn so versteht sich das Lernen am Stromberg-Gymnasium: Als ganzheitliche Lernreise, die Kopf, Herz und Hand gleichermaßen anspricht und beansprucht. Wie fast immer hatte Kranich einen passenden Gegenstand zur Hand, der als Symbol verdeutlicht, dass auf der ganzheitlichen Lernreise mehr als ein Weg zum Ziel führt. Diesmal war es eine Gurke – allerdings eine, die nicht gerade gewachsen war, sondern deren Form an ein Fragezeichen erinnerte, wie eine neue Fünftklässlerin aufmerksam feststellte. „Es gibt auch krumme Gurken, aber die werden meist aussortiert“, ergänzte einer ihrer künftigen Mitschüler.

Nicht so am Stromberg-Gymnasium: „Jeder von euch wird auf seine ganz eigene Weise wachsen. Und jeder ist auf seine Weise in Ordnung so, wie er ist“, betonte die Schulleiterin. Als Reisebegleitung fürs erste Jahr der ganzheitlichen Lernreise bieten sich die Patinnen und Paten aus Klassenstufe 10 an. Sie unterstützen die Jüngsten am Stromberg-Gymnasium beim Eingewöhnen an der neuen Schule individuell. Die Begrüßung übernahmen stellvertretend Amira-Lina La Malfa (10b) und Roman Fabritius (10c) – und kündigten mit einer für den nächsten Tag geplanten Schulhausführung gleich die erste gemeinsame Aktivität mit den neuen Fünfern an.

Mit besonderer Spannung warteten diese indes darauf zu erfahren, wer wohl mit ihnen in einer Klasse sein würde – und bei welcher Klassenlehrerin oder welchem Klassenlehrer? Die Spannung löste sich, als die Klassenlehrerteams ihre neuen Schutzbefohlenen einen nach dem anderen nach vorne baten und in eine der insgesamt vier fünften Klassen aufnahmen. Die darauffolgende gemeinsame Stunde in den Klassenzimmern diente einer ersten Orientierung und dem gegenseitigen Kennenlernen.

Während ihre Kinder ihre Stundenpläne durchgingen und ihre neuen Bücher in Empfang nahmen, informierten die zweite Vorsitzende des Fördervereins, Grit Bundesmann, und Kimsy Gräfin von Reischach die Eltern darüber, wie sich der Förderverein ins Schulleben einbringt. So stiftet er attraktive Preise für den jährlichen Wettbewerb Junior.ING der Ingenieurkammer Baden-Württemberg sowie für hervorragende Leistungen im Abitur, unterstützt die Probentage der musikalischen Ensembles in Ochsenhausen mit einem Zuschuss – und stellt durch regelmäßiges Befüllen der Stromberg-Quelle sicher, dass sie gerade an heißen Tagen kühle Erfrischung bietet. Um neue Mitglieder zu gewinnen, wartete der Förderverein mit einem besonderen Angebot auf: Wer an diesem Nachmittag einen Mitgliedsantrag unterschrieb, bekam eine Wasserflasche gratis dazu. „Wir wollen aber nicht nur Ihr Geld, wir wollen auch Ihre Ideen“, stellte von Reischach klar – und lud die Anwesenden ein, diese im Rahmen des öffentlichen Teils der Vorstandssitzung am 19. Oktober einzubringen.

Anschließend blieb Zeit, bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen, wozu die Eltern der Sechstklässlerinnen und Sechstklässler einluden. Nachdem die Eltern ihre frischgebackenen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten wieder in Empfang genommen hatten, war in den Familien die Erleichterung darüber spürbar, dass der erste Schritt auf der ganzheitlichen Lernreise am Stromberg-Gymnasium nun geschafft war. Und mit Blick auf alles Weitere blieb auf dem Heimweg die Gewissheit, dass in den kommenden Jahren jeder auf seine ganz eigene Weise wachsen darf. Ganz ohne Fragezeichen dahinter.

  Bericht: Sy, Fotos: Er